Man lasse die Schnellen schnell und die Langsamen langsam sein, jeden nach seinem aparten Zeitmaß. Die Schnellen können in Überblicksberufe gebracht werden, die der Beschleunigung des Zeitalters ausgesetzt sind: sie werden das gut vertragen und als Kutscher oder Parlamentsabgeordnete beste Dienste tun. Langsame Menschen hingegen lasse man Einzelheitsberufe wie Handwerk, Arztgewerbe oder Malerei lernen. Aus dieser Zurückgezogenheit werden sie auch den allmählichen Wandel am besten verfolgen können und die Arbeit der Schnellen und Regierenden vom Ergebnis her sorgsam beurteilen.
Sten Nadolny. Die Entdeckung der Langsamkeit, 1983
Thomas Bernhard. Frost, 1963
Thomas Bernhard. Gehen, 1971
Keri Hulmes. Unter dem Tagmond, 1984
Bruce Chatwin. Auf dem schwarzen Berg (On the black hill), 1982
Bruce Chatwin. Traumpfade (Songlines), 1987
Joyce Carol Oates. Unheilige Liebe, 1984
Umberto Eco. Der Name der Rose, 1980
Gabriel José García Márquez. Liebe in den Zeiten der Cholera, 1985
Herta Müller. Atemschaukel, 2009
Harry Mulisch. Die Endeckung des Himmels, 1992
Tom Coraghessan Boyle. Wassermusik, 1982
Ingeborg Bachmann. Malina, 1971